Aer Lingus: Für viele Konkurrenten interessant.

Auch Turkish will Aer Lingus

Ryanair will die irische Nationalairline kaufen. Doch die Billigfluglinie ist mit ihrem Interesse nicht alleine.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

694 Millionen Euro will Ryanair für Aer Lingus zahlen. Es ist der dritte Versuch der Billigairline, den Konkurrenten zu kaufen. 2006 und 2008 scheiterte das Ansinnen bereits. Und auch dieses Mal will Aer Lingus sich nicht einfach schlucken lassen. Das Angebot sei viel zu niedrig, antwortete der Aufsichtsrat vergangenen Woche umgehend. Er gibt sich zuversichtlich, dass die neuerliche Attacke scheitern wird. Schließlich schaut sich die britische Wettbewerbsbehörde schon die Beteiligung von 30 Prozent an, welche Ryanair an der kleineren Rivalin besitzt.

Und es gibt offenbar noch andere vielversprechende Interessenten. So wird auch Abu Dhabis Etihad als potenzieller Käufer gehandelt. Die Fluggesellschaft hält bereits 3 Prozent an Irlands Nationalfluggesellschaft. Und nun meldet sich noch jemand zu Wort: Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet sei Turkish Airlines «sehr interessiert» an Aer Lingus. Das hätten verlässliche Quellen berichtet. Doch ganz einfach wäre eine komplette Übernahme von Aer Lingus durch Turkish nicht: Weil die Fluglinie nicht in der EU sitzt, könnte sie einen Anteil von höchstens 49 Prozent übernehmen.

EU-Partner?

Diese Regelung war laut Turkish Airlines auch einer der Gründe, warum man sich vom Kauf der polnischen Nationalairline Lot wieder abgewendet hatte. Laut der Reuters-Quelle wollen die Türken dieses Problem nun aber umgehen, indem sie möglicherweise mit einem Partner aus der EU zusammenspannen. Weder Turkish Airlines noch Aer Lingus wollten sich zum Thema äußern. Sowohl für Turkish als auch für Etihad würde Aer Lingus eine Möglichkeit bieten, mit Dublin ein neues Drehkreuz zu bekommen, von dem aus die Passagiere nach Fernost weiter reisen könnten.

Ryanair hat offenbar ebenfalls große Pläne mit dem irischen Anbieter. Schon lange wird darüber spekuliert, wann und ob die Billigairline Langstreckenflüge anzubieten beginnt. Der exzentrische Ryanair-Chef Michael-O'Leary hatte schon öfter angedeutet, er wolle Flüge für 10 Pfund in die USA verkaufen. Falls der Kauf gelingt, könnte das schneller der Fall sein als gedacht. Aer Lingus hält immerhin den drittgrößten Anteil an Slots in London-Heathrow und fliegt zu einer Reihe Überseezielen, die für Ryanair interessant sein könnten - etwa New York, Boston und Chicago. Ob Ryanair die Konkurrentin tatsächlich kaufen kann und so den anderen Interessenten einen Strich durch die Rechnung macht, diskutiert die irische Regierung morgen Dienstag (26. Juni).

Mehr zum Thema

ticker-wizzair-1

Wizz Air und Ryanair nehmen Flüge nach Jordanien wieder auf

Boeing 737 von Ryanair: Bald mehr in Riga unterwegs.

Ryanair verspottet Air Baltic als «Zombie» - und greift die kriseldne Airline frontal an

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

ticker-ryanair

39 Prozent der Ryanair-Aktionärinnen und -Aktionäre stimmen gegen Michael O’Learys Vergütung

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack