Tulpenstrauß: Führte der Kauf zur Verspätung, oder fand der Kauf statt, als eh Zeit war?

T'Way Air und Air MaltaTulpen und verlorener Pass sorgen für Verspätungen

In Vietnam stand ein Flugzeugführer ohne Pass da. In Amsterdam vertrödelte ein Pilot mit einem angeblichen Blumenkauf Zeit.

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Luftfahrt

Am Flughafen stehen und seinen Reisepass nicht finden - was für viele Passagiere eine Horrorvorstellung ist, kann auch Besatzungsmitgliedern passieren. Und das mit erheblichen Folgen, wie ein Vorfall aus Vietnam zeigt. Dort hatte ein Pilot des südkoreanischen Billigfliegers T'way Air seinen Pass verloren, wie die Zeitung The Korea Times berichtet. Der Mann kam am Flughafen Ho Chi Minh City daher nicht zu seinem Flugzeug, das er am 13. September eigentlich um 22:35 Uhr Richtung Incheon in Südkorea steuern sollte.

160 Passagiere des Fluges mussten in der Folge mehr als elf Stunden warten, bis das Flugzeug am nächsten Morgen um 9:40 Uhr abheben konnte. Solange brauchte die Fluggesellschaft laut eigenen Angaben, um einen anderen Piloten als Ersatz zu organisieren. T'way Air erklärte, man untersuche den Vorfall und behalte sich disziplinarische Maßnahmen gegen den Piloten vor. Die Passagiere seien über Nacht in Hotels untergebracht worden.

Blumenkauf in Amsterdam

Ebenfalls den Ärger seines Arbeitgebers zog sich ein Pilot von Air Malta zu. Wie die Zeitung Malta Today berichtet, hatte die nationale Fluggesellschaft am 9. September ein Problem am heimischen Malta International Airport. Laut Airline konnte aufgrund von vielen Krankmeldungen und technischen Problemen an zwei Jets ein Flug nach Palermo nicht abheben. Kurz nachdem eine andere Maschine am Nachmittag verspätet Richtung Amsterdam gestartet war, gab die Airline den Piloten gemäß dem Bericht Bescheid, am Flughafen Schiphol einen möglichst kurzen Stopp einzulegen, um danach zurückzukehren und die wartenden Reisenden von Malta nach Palermo zu bringen.

Doch statt der erhofften 45 Minuten dauerte der Aufenthalt in Amsterdam mehr als zwei Stunden. Grund war laut der Zeitung, dass der Pilot, noch bevor das Auftanken begonnen hatte, den Flieger verließ, um im Terminal Tulpen zu kaufen. Die Gewerkschaft dementiert das jedoch. Als der Flieger schließlich in Malta landete, konnte der Pilot nicht wieder Richtung Palermo starten, ohne seine maximale Dienstzeit zu überschreiten. Ersatz musste her und am Ende warteten die Palermo-Passagiere je nach Quelle zwischen 16 und 19 Stunden.

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