Airbus A330 von SAA: Im kommenden Jahr könnte ein weiteres Langstreckenziel dazukommen.

AusbauplanTrotz geplatztem Verkauf fühlt sich South African Airways wohl mit Plan B

Im März platze der Verkauf der südafrikanischen Nationalairline. Trotzdem sieht sich South African Airways gut aufgestellt, dank moderatem Wachstum und mehr Fliegern im Eigentum.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nicht der HSV, der 1. FC Köln oder der VfB Stuttgart sind die Vereine mit den meisten Trainerwechseln in den vergangenen fünf Jahren. Es ist Mainz 05. Die 05er haben seit der Saison 2018/19 bis heute neun Trainer verschlissen, Interimslösungen mitgerechnet. In der Luftfahrt gilt der Chefsessel bei South African Airways als Schleudersitz. Die Fluglinie kommt auf acht Geschäftsführer seit 2014.

Die Mitarbeitenden sind leidgeprüft. Das betont auch der aktuelle SAA-Interimschef John Lamola im Gespräch mit südafrikanischen Medien. «Die Angestellten sind abgehärtet und haben das Schlimmste schon erlebt». Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liege bei 15 Jahren. Die meisten hätten alle zwei Jahre neue Chefs kommen und gehen sehen. «Es sind also sehr entspannte, unverwüstliche Leute, die sich der Marke SAA verpflichtet fühlen und ihren Job lieben», so Lamola.

Langsames Wachstum

Der Chef prophezeit der Fluggesellschaft eine goldene Zukunft, trotz oder gerade wegen des geplatzten Verkaufs an das Konsortium Takatso. Die südafrikanische Regierung hatte den Verkauf von 51 Prozent im März abgeblasen. Einerseits hätte der Kaufpreis nicht mehr gestimmt, weil sich der Wert der Fluglinie im Laufe der Verhandlungen gesteigert hat. Zum anderen hätte das Konsortium Vereinbarungen nicht eingehalten.

Laut Lamola greift nach dem geplatzten Verkauf jetzt Plan B. Dieser sieht eine Ausweitung der Flugrouten und den Kauf von neuen Flugzeugen vor. Aktuell betreibt South African Airways 14 Strecken. «Wir konzentrieren uns auf unseren wichtigsten Markt, nämlich den regionalen Markt in Afrika. Und natürlich auf den Inlandsmarkt». Außerhalb Afrikas hat die Fluglinie nur zwei Strecken im Angebot - São Paulo und Perth.

21 Flugzeuge, 21 Routen

Im nächsten Jahr könnte eine weitere «sehr lukrative» Interkontinentalstrecke dazukommen, so der Interimschef. In den kommenden Jahren will SAA sieben neue Routen aufnehmen, um künftig auf 21 Routen unterwegs zu sein. Voraussetzung dafür ist eine Vergrößerung der Flotte. Überstürzen will Lamola nichts. Die Flotte soll langsam von aktuell 15 auf künftig 21 Flugzeuge wachsen.

Wann South African Airways neue Flugzeuge kaufen werde, werde gerade evaluiert, so der Chef von SAA. Wahrscheinlich erst nach 2028, denn Lamola würde gerne Flugzeuge der neuesten Generation kaufen, um den CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten. Und der Interimschef geht davon aus, dass ab 2028 wieder mehr Flugzeuge am Markt verfügbar sein werden.

Mehr Eigentum, weniger Leasing

Er betont auch, dass er Flugzeuge kaufen will, um die Leasingquote weiter herunterzufahren. Denn nur zwei der 15 Maschinen, die SAA aktuell betreibt, gehören South African Airways. Lamola nennt eine Zielmarke von etwa 40 Prozent Leasing und 60 Prozent Eigentum. Gegen Kurzzeitleasing spreche auch, dass man mit einer weißen Leasing-Flotte keine Marke aufbauen könne.

Die neue SAA soll keine Replik der alten South African Airways sein. Lamola betont, dass die neue Airline auf einem anderen Geschäftsmodell basiere: Kleiner, regionaler und nicht vom Steuerzahler, sondern eigenfinanziert.

Mehr zum Thema

Flieger von South African Airways: Doch kein Verkauf.

Verkauf von South African Airways ist geplatzt

Airbus A330-200 von SAA: Die Airline sucht zusätzliche Flieger.

South African Airways schaut sich die Boeing 787 an

Die Cockpitbesatzung des ersten Fluges bereitet sich vor: SA317 führt mit dem Airbus A320 mit dem Kennzeichen ZS-SZJ von Johannesburg nach Kapstadt.

South African Airways hebt mit Mini-Flotte wieder ab

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg