Die brasilianische Luftfahrtbehörde Anac will ihre Vorschriften zu Passagierrechten überarbeiten. Eine neue Fassung der sogenannten Resolution 400 soll bis Ende August oder spätestens im September veröffentlicht werden. Ziel ist unter anderem, die hohe Zahl von Gerichtsverfahren gegen Fluggesellschaften in Brasilien zu reduzieren.
Die bestehenden Pflichten der Airlines bei Verspätungen und Annullierungen sollen grundsätzlich erhalten bleiben. Klarer geregelt werden soll jedoch die Abgrenzung zwischen der vorgeschriebenen Betreuung der Passagiere und möglichen zivilrechtlichen Schadenersatzansprüchen.
Dabei will die Behörde stärker danach unterscheiden, ob eine Störung von der Fluggesellschaft verursacht wurde oder auf äußere Umstände zurückgeht. Probleme mit Besatzungen, Flugzeugen oder IT-Systemen könnten damit anders behandelt werden als beispielsweise wetterbedingte Ausfälle.