Der russische Flugzeughersteller erwartet, dass auch nach 2030 noch rund 85 Prozent aller bislang ausgelieferten Superjet 100 im Einsatz stehen werden. Damit widerspricht er früheren Prognosen, wonach die westlichen Sanktionen die gesamte Flotte bis Ende 2024 hätten stilllegen können. Nach Angaben von Yakovlev hatte eine Analyse im März 2022 ergeben, dass ohne ausländische Unterstützung langfristig kein einziges Flugzeug mehr betrieben werden könnte. Als Reaktion darauf startete Russland noch im selben Jahr ein umfassendes Programm zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Yakovlev Superjet 100 mit westlichen Komponenten.
Die Arbeiten konzentrierten sich auf vier Bereiche: die technische Betreuung ausländischer Komponenten durch russische Entwickler, die Aktualisierung von Wartungsunterlagen, die Suche nach heimischen Zulieferern für Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien sowie die Organisation von Reparaturen westlicher Komponenten in Russland, so Yakovlev.
Besonders anspruchsvoll sei der Aufbau eigener Reparaturkapazitäten für bisher im Ausland instand gesetzte Bauteile gewesen. Dafür musste zunächst eine neue gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Yakovlevbetont, dass der Ausbau der inländischen Wartungs- und Reparaturinfrastruktur weiterhin voranschreite und die Importsubstitution konsequent fortgesetzt werde.