Fluggesellschaften sollen nicht automatisch für die Kosten aufkommen müssen, wenn Passagiere an der Grenze eines Landes abgewiesen werden. Das fordert der Airline-Dachverband Iata auf Grundlage einer neuen Untersuchung. Darin berichten 40 von 49 befragten Fluggesellschaften, dass Einwanderungsbehörden ihnen teilweise nicht einmal den Grund für die Einreiseverweigerung mitteilen. In mehr als 90 Prozent der Fälle hätten Airlines zumindest einen Teil der Kosten getragen, die eigentlich von Regierungen übernommen werden müssten, so die Iata. Die durchschnittlichen Kosten pro abgewiesenem Fluggast lagen laut Iata zwischen rund 4000 US-Dollar in Nordasien und 14.000 Dollar in Europa.
Die Iata verlangt daher mehr Transparenz sowie eine klarere Aufteilung von Verantwortung und Kosten. Airlines sollen weiterhin haften, wenn sie bei der Prüfung von Reisedokumenten Fehler machen.