Die Entscheidung der portugiesischen Regierung, Lufthansa als neuen Aktionär von Tap Air Portugal auszuwählen, stößt bei Gewerkschaften und Branchenverbänden auf gemischte Reaktionen. Sie kritisieren insbesondere, während des Verkaufsprozesses nicht angehört worden zu sein.
Die Arbeitnehmervertreter fordern langfristige Beschäftigungsgarantien und den Erhalt des Drehkreuzes Lissabon. Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals warnt vor möglichen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze. Der portugiesische Pilotenverband sieht dagegen zunächst keinen Anlass zur Sorge und bewertet einen Einstieg der Lufthansa grundsätzlich auch positiv, so der TV-Sender SIC.
Besorgt zeigt sich zudem der nationale Reisebüroverband, dessen Mitglieder für knapp 40 Prozent der Tap-Verkäufe stehen. Die Verbände hoffen, vor einer möglichen vollständigen Privatisierung noch einbezogen zu werden.