Swiss weist die Vorwürfe der Pilotengewerkschaft Aeropers zu den stockenden Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag zurück. Die Lufthansa-Tochter bedauert, dass die Gewerkschaft die Gespräche bis Ende August ausgesetzt hat. Nach ihren Angaben fanden bislang sechs Verhandlungsrunden mit insgesamt 17 Verhandlungstagen statt. Swiss betont, weiterhin jederzeit zu Verhandlungen bereit zu sein und fordert von beiden Seiten mehr Kompromissbereitschaft.
Unabhängig von den laufenden Tarifverhandlungen kündigt Swiss mehrere Maßnahmen für ihre Pilotinnen und Piloten an. So können Beschäftigte künftig freiwillig bis zum vollendeten 62. Lebensjahr weiterfliegen, statt wie bisher mit 61 Jahren auszuscheiden. Zudem soll das System zur Planung langfristiger Freitage ab 2027 angepasst werden, um die Dienstplanung langfristig zu verbessern. Nach Angaben der Airline stießen beide Maßnahmen bei den Piloten auf positive Resonanz. Swiss betont, diese Schritte seien kein Ersatz für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag, sondern Ausdruck der Verantwortung gegenüber den Beschäftigten.