Fast zwölf Jahre nach dem Absturz von Flug AH5017 von des Air Algérie beginnt in Paris der Prozess gegen Swiftair. Die spanische Fluggesellschaft, die den Flug durchgeführt hatte, muss sich wegen fahrlässiger Tötung vor dem Strafgericht verantworten. Das Verfahren ist auf vier Wochen angesetzt.
Am 24. Juli 2014 war eine McDonnell Douglas MD-83 auf dem Flug von Ouagadougou nach Algier im Norden Malis abgestürzt. Alle 116 Menschen an Bord kamen ums Leben, darunter 54 französische Staatsbürgerinnen und -bürger.
Ermittler kamen zu dem Schluss, dass vereiste Sensoren zu falschen Messwerten führten und die Triebwerke automatisch Leistung reduzierten. Die Besatzung reagierte nicht rechtzeitig, woraufhin die MD-83 von Swiftair in einen Strömungsabriss geriet. Den Ermittlern zufolge spielte auch eine unzureichende Ausbildung der Crew eine Rolle. Swiftair weist die Vorwürfe zurück.