Russland hat die Flugbeschränkungen im Moskauer Luftraum verschärft. Die Luftfahrtbehörde begrenzt Flüge im Moskauer Flugsicherungsbezirk bis zum 12. August auf maximal Flugfläche 160, was rund 4900 Metern entspricht. Zudem sind Transitflüge durch den Luftraum für russische und ausländische Fluggesellschaften vorübergehend untersagt.
Nach Angaben der Behörde dienen die Maßnahmen der Flugsicherheit. Medienberichten zufolge wurden sie auf Initiative des Verteidigungsministeriums als Reaktion auf die seit dem Frühjahr zunehmenden Drohnenangriffe eingeführt. Die niedrigere Flughöhe soll eine schnellere Landung im Ernstfall ermöglichen, während das Transitverbot die Verkehrsdichte im Raum Moskau verringern soll.
Für die Fluggesellschaften dürften die Einschränkungen längere Flugzeiten und einen höheren Treibstoffverbrauch zur Folge haben. Branchenvertreter rechnen auf einzelnen Strecken mit Verzögerungen von fünf bis 15 Minuten durch die niedrigeren Reiseflughöhen. Das Verbot von Transitflügen könnte einzelne Verbindungen durch Umwege sogar um 20 bis 30 Minuten verlängern. Betroffen sein könnten unter anderem Aeroflot, Smartavia und Belavia.