Portugiesische Behörde untersucht Tap-Deal zwischen Neeleman und Airbus

Die portugiesische Strafverfolgungsbehörde Departamento Central de Investigação e Ação Penal DCIAP hat eine Untersuchung zu einem Geschäft zwischen Airbus und dem ehemaligen Tap-Investor David Neeleman eröffnet.

Neeleman hatte damals zusammen mit Humberto Pedrosa das Konsortium Atlantic Gateway gegründet und damit im Zuge der Privatisierung 61 Prozent an der portugiesische Airline übernommen. Der neue Mehrheitseigentümer stornierte einen Tap-Deal fürs Leasing von zwölf Airbus A350 und entschied sich stattdessen für 53 andere Flugzeuge - 15 A320 Neo, 25 A321 Neo und 14 A330-900 Neo.

Dabei soll laut Gutachten, aus denen portugiesische Medien zitieren, das stornierte Geschäft gute Konditionen für Tap gehabt haben, das neue Geschäft schlechtere. Laut dem Magazin Eco könnte die Fluglinie bis zu 444 Millionen Euro Schaden erlitten haben.

Das Magazin berichtet weiterhin, Airbus habe dem Unternehmen DGN von Neeleman im Zuge des geänderten Flugzeugdeals 226,75 Millionen Dollar als Kredit zur Verfügung gestellt, die dann über Atlantic Gateway an Tap geflossen seien sollen. Eco betitelt seinen Artikel sogar mit der Überschrift: «Wie Neeleman TAP mit dem eigenen Geld der Firma kontrollierte».

Neeleman hat Vorwürfe gegen sich rund um den Einstieg bei Tap und die geänderte Bestellung bei Airbus in der Vergangenheit stets von sich gewiesen.

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