Der Lufthansa-Vorstoß für staatlich abgesicherte Verbindungen zu den Drehkreuzen Frankfurt und München stößt in Ostdeutschland auf Zurückhaltung. Wie das Portal Luftraum Ost berichtet, sehen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern derzeit keine konkreten Perspektiven für sogenannte Public Service Obligations oder kurz PSO.
Sachsen hat das Modell zwar mit der Mitteldeutschen Flughafen AG diskutiert, bislang aber keine konkrete Strecke geprüft. Das Land verweist auf hohe Zuschüsse und wirtschaftliche Risiken. Mecklenburg-Vorpommern lehnt eine Neuauflage derzeit ab. Frühere geförderte Verbindungen ab Rostock-Laage kosteten durchschnittlich rund 1,7 Millionen Euro jährlich, erreichten aber nur Auslastungen von 48 beziehungsweise 32 Prozent. Das Wirtschaftsministerium bezeichnet die damalige Förderung rückblickend als «nicht zielführend».