Eine Antonov An-2 der russischen Fluggesellschaft Partner hat am 6. Juni bei landwirtschaftlichen Sprüheinsätzen nahe Slavyansk-na-Kubany nach einem Triebwerksausfall eine Notlandung auf einem Weizenfeld durchgeführt. Die zweiköpfige Besatzung blieb unverletzt. Ursache des Leistungsverlusts waren nach Abschluss der Untersuchung Schäden an der Zündanlage, darunter ein durchgebrannter Hochspannungsleiter am rechten Magnetzünder sowie Risse an Isolatoren des linken Magnetzünders der AN-2 mit dem Kennzeichen RA-01145, berichtet der Kanal Aviatorshina.
Die Ermittler stellten zudem zahlreiche Verstöße fest. Der verantwortliche Pilot verfügte weder über ein gültiges flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis noch über die erforderliche Berechtigung als verantwortlicher Luftfahrzeugführer. Außerdem war die Besatzung entgegen den Vorschriften zusammengestellt worden. Zusätzliche Kritik richtet sich gegen die Bergung des Flugzeugs: Die An-2 wurde noch vor dem Eintreffen der Untersuchungskommission mit einem Traktor abtransportiert und dabei erheblich stärker beschädigt. Dadurch konnten die Ermittler den genauen Schadensumfang der Notlandung nicht mehr vollständig rekonstruieren.