Ein Hamburger Gericht hatDas Onlinereisebüro wegen Verstößen gegen mehrere gerichtliche Anordnungen aus Januar 2023 mit einer Geldstrafe belegt. Anlass waren erneut als irreführend eingestufte Preisangaben auf der von Edreams betriebenen Plattform Opodo. Beanstandet wurden unter anderem beworbene Rabatte, die für Kundinnen und Kunden nicht realisierbar waren, sowie die fehlende Darstellung der tatsächlichen Preise für Sitzplatzreservierungen der Fluggesellschaften.
Nach Auffassung des Gerichts verschleierte Edreams reale Kosten und verstieß damit weiterhin gegen bestehende Unterlassungsanordnungen. Die Richter werteten dies als Missachtung gerichtlicher Entscheidungen. Das Urteil reiht sich in weitere Entscheidungen deutscher Gerichte ein, die problematische Geschäftspraktiken des Online-Reisebüros festgestellt haben. Zudem hatten italienische Behörden kürzlich eine Geldstrafe von neun Millionen Euro gegen Edreams wegen täuschender und manipulativer Methoden verhängt.
Eine Sprecherin von Ryanair, die Edreams wiederholt kritisiert hatte, zeigt sich erfreut. «Diese jüngste Geldstrafe gegen Edreams durch das Hamburger Gericht unterstreicht einmal mehr die anhaltende Missachtung der Verbraucher und der europäischen Gerichte durch Edreams. Der fortgesetzte Verstoß von Edreams stellt eine eklatante Missachtung des Gerichtsurteils dar – insbesondere, da Edreams die gesetzlichen Bestimmungen problemlos einhalten könnte».