Die belgische Montana-Aerospace-Tochter Asco Industries hat einen wichtigen Entwicklungsschritt bei einer neuartigen Flugzeugstruktur für Airbus erreicht. Das Unternehmen präsentierte in Toulouse einen Prototyp im Originalmaßstab für eine sogenannte Rear Secondary Structure (RSS). Die Technologie ist für die nächste Generation von Airbus-Schmalrumpfflugzeugen vorgesehen.
Bei der RSS handelt es sich um eine Verkleidungsstruktur im hinteren Bereich der Triebwerksaufhängung. Sie kombiniert kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe mit Aluminium, Titan und thermoplastischen Bauteilen. Dadurch soll das Gewicht gegenüber bisherigen Konstruktionen sinken. Gleichzeitig verspricht sich Asco geringere Produktions- und Montagekosten.
Das neue Konzept ist auf hohe Fertigungsraten ausgelegt. Die weitgehend vormontierte Struktur soll sich bei der Flugzeugendmontage einfacher installieren lassen. Auch Wartung und Austausch einzelner Komponenten sollen erleichtert werden.
Airbus und Asco arbeiten seit 2022 im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts an der Technologie. Für 2026 ist die Herstellung von zwei Prototypen im Originalmaßstab vorgesehen. Nach der erfolgreichen Präsentation will Airbus das Konzept nun auf Ebene der gesamten Triebwerksaufhängung weiter untersuchen. Dazu gehören auch Einbauversuche an einer repräsentativen Pylonstruktur.