Rund 654 Kilogramm Marihuana - versteckt unter Solarmodulen - stellte der Frankfurter Zoll am vergangenen Sonntag (22. März), am Flughafen bei der Kontrolle einer Luftfrachtsendung aus den USA fest. Die Cannabisblüten waren in 1309 luftdicht verschweißten Kunststoffpaketen verpackt und befanden sich unauffällig unter den Solarmodulen verborgen.
Nach der Sicherstellung wurden die Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main verständigt, die zusammen mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt die weiteren Ermittlungen zur Identifizierung der Verantwortlichen des Rauschgiftschmuggels einleiteten, wie der Zoll mitteilt. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll die sichergestellte Sendung für eine Scheinfirma mit Sitz in Darmstadt bestimmt gewesen sein.
Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Darmstadt vollstreckten die Frankfurter Zollfahnderinnen und Zollfahnder am Dienstag, dem 24. März, insgesamt vier Durchsuchungsbeschlüsse in Wohn- und Geschäftsräumen. Dabei wurde ein 30-Jähriger festgenommen, der dringend tatverdächtig ist, für die illegale Einfuhr des Marihuanas verantwortlich zu sein. Er wurde am Donnerstag, 25. März, auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter beim Amtsgericht Darmstadt vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ und den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen dauern an.