Europa bleibt als Reiseziel gefragt. Das zeigt der neue Bericht Travel Insights 2026: von Amadeus und der Weltorganisation für Tourismus UN Tourism. Zwischen Mai 2025 und April 2026 stieg das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent. Gleichzeitig legten die Hotelauslastung um zwei Prozent und die durchschnittlichen Zimmerpreise um sieben Prozent zu.
Besonders dynamisch entwickelt sich der japanische Markt. Die Zahl der Flugsuchen nach Europa stieg um 62 Prozent, die Buchungen nahmen um 19 Prozent zu – stärker als aus jedem anderen Herkunftsland. Auch bei Reisen nach Mittel- und Osteuropa legten die Buchungen aus Japan mit 28 Prozent besonders deutlich zu. Für Fluggesellschaften und Tourismusorganisationen eröffnet dies nach Einschätzung von Amadeus neue Chancen für gezielte Angebote und Streckenentwicklungen.
Bei den Reisezielen verzeichneten Tschechien und Island mit einem Buchungsplus von 18 beziehungsweise elf Prozent das stärkste Wachstum unter den etablierten europäischen Destinationen. Gleichzeitig gewinnen auch weniger bekannte Reiseziele in Mittel- und Osteuropa an Interesse. Besonders stark nahmen die Suchanfragen für Usbekistan und Tadschikistan zu.
Größte Reisegruppe bleiben Urlauberinnen und Urlauber im Alter zwischen 46 und 65 Jahren, die inzwischen rund 30 Prozent der Nachfrage ausmachen. Fast die Hälfte aller Reisen wird zudem mehr als einen Monat im Voraus gebucht, was auf eine weiterhin stabile Nachfrage für die kommende Reisesaison hindeutet.