Der Iran droht mit einer Ausweitung der Einschränkungen im Luftverkehr, nachdem mehrere Staaten Verbindungen mit iranischen Fluggesellschaften gestoppt haben. Mohammad Mokhber, hochrangiger Politiker und Berater von Irans Oberstem Führer Mojtaba Khamenei, erklärte, Flüge in der Region müssten «für alle oder für niemanden» möglich sein. Sollte Iran nicht mehr fliegen und Flughafendienste nutzen können, werde dies auch für andere Staaten der Region gelten. Wie eine solche Einschränkung umgesetzt werden könnte, ließ er offen.
Hintergrund sind neue US-Sanktionen gegen die iranische Luftfahrt. Das amerikanische Finanzministerium belegte am 8. September 36 Unternehmen und Organisationen mit Sanktionen, darunter 27 iranische Fluggesellschaften. Seit dem 23. September drohen auch ausländischen Unternehmen Sanktionen, wenn sie betroffene Airlines etwa mit Treibstoff oder Bodenabfertigung unterstützen.
Inzwischen haben unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, mehrere Flughäfen im Irak sowie Aserbaidschan und Georgien Verbindungen mit iranischen Airlines eingeschränkt oder eingestellt. Auch Mahan Air hat Flüge in die Türkei und nach Oman ausgesetzt. Einige internationale Verbindungen, unter anderem nach China, Russland und in die Türkei, werden jedoch weiterhin durchgeführt.