Die Ausbaugegner des Flughafens im Süden der britischen Metropole haben am Dienstag (23. Juni) vor dem High Court eine Niederlage erlitten. Das Gericht wies zwei Klagen gegen die Genehmigung der Nordbahn-Erweiterung in London-Gatwick ab und bestätigte damit die Entscheidung der britischen Regierung. Verkehrsministerin Heidi Alexander hatte das rund 2,2 Milliarden Pfund schwere Projekt im vergangenen Jahr genehmigt. Geplant ist, die bisherige Notfallpiste um zwölf Meter nach Norden zu verlegen, sodass der Flughafen London-Gatwick künftig über zwei regulär nutzbare Start- und Landebahnen verfügen kann. Dadurch soll die jährliche Kapazität des Flughafens von derzeit rund 280.000 auf 389.000 Flugbewegungen bis Ende der 2030er-Jahre steigen.
Die Bürgerinitiative Communities Against Gatwick Noise Emissions sowie der Umweltaktivist Peter Barclay hatten argumentiert, die Regierung habe die Auswirkungen des Projekts auf das Klima nicht ausreichend berücksichtigt. Richter Mould folgte dieser Argumentation jedoch nicht. In seinem Urteil erklärte er, die Erweiterung werde die Fähigkeit Großbritanniens, seine Klimaziele zu erreichen, nicht wesentlich beeinträchtigen.