Am 12. Januar hat eine neue Biogasanlage am Flughafen Spitzbergen ihren Betrieb aufgenommen. «Durch die Nutzung von verflüssigtem Biogas (LBG) als Energieträger verfügt der Flughafen nun über eine fossilfreie Lösung für Strom und Wärme», so der staatliche norwegische Betreiber Avinor. «Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer deutlichen Reduzierung der Emissionen aus dem eigenen Betrieb von Avinor.»
Norwegens Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård kommentiert: «Die Luftfahrt ist für die Besiedlung, die Katastrophenvorsorge und die Wirtschaft auf Spitzbergen unerlässlich. Gleichzeitig muss diese Infrastruktur nachhaltiger weiterentwickelt werden. »
Die modulare Energieanlage deckt den gesamten Strom- und Wärmebedarf des Flughafens Spitzbergen. Sie umfasst drei Mikrogasturbinen zur Stromerzeugung, kombiniert mit Wärmerückgewinnung und einem Biogaskessel zur effizienten Erzeugung von Wärmeenergie. «Damit sind wir praktisch energieautark und können fossilfreie Energie gewinnen», so Ragnhild Kommisrud, Flughafenmanagerin des Flughafens Spitzbergen.
Seit 2016 hat der Flughafen verschiedene Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt und die Produktion von Solar- und Windenergie aufgebaut, unter anderem für netzunabhängige Flugsicherungsanlagen.
Die Biogasanlage ist modular aufgebaut und kann problemlos versetzt werden. Avinor betrachtet die Lösung als teilweise temporär und möchte gleichzeitig die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt im Rahmen der Energiewende in Longyearbyen weitergeben. «Wenn die Hauptenergieversorgung in Longyearbyen zukünftig einen ausreichenden Anteil erneuerbarer Energien aufweist, ist es für uns selbstverständlich, uns daran anzuschließen und die Biogasanlage schrittweise abzuschalten. Bis dahin übernehmen wir die Verantwortung, unsere eigenen Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren», so Kommisrud.
Die Eröffnung am 12. Januar markiert den Beginn einer Lern- und Testphase von etwa einem Jahr, bevor die Anlage planmäßig in den Regelbetrieb geht.