Die Schiphol Group hat im ersten Halbjahr 2026 mit 801 Millionen Euro so viel wie nie zuvor innerhalb von sechs Monaten in die Modernisierung ihrer Flughäfen investiert. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und eines Rückgangs der Flugbewegungen um drei Prozent auf 250.788 Flüge blieb die Nachfrage nach Flugreisen stabil. Insgesamt nutzten 37,3 Millionen Passagiere die Flughäfen Schiphol, Eindhoven und Rotterdam Den Haag, davon 32,7 Millionen den Flughafen Amsterdam Schiphol.
Der Flughafen investiert unter anderem in die Erneuerung der Infrastruktur, den neuen A-Pier und zusätzliche Stromkapazitäten. Gleichzeitig setzt sich der Trend zu leiseren Flugzeugen fort: Bereits 38 Prozent aller Flüge wurden mit den zwei leisesten Flugzeugkategorien durchgeführt, nach 29 Prozent im Vorjahreszeitraum. Nach Messungen sank der durchschnittliche Fluglärm seit 2018 um rund zwei Dezibel. Finanzielle Belastungen durch den Nahostkonflikt und gestiegene Treibstoffpreise führten zeitweise zu einem Rückgang des Verkehrs. Schiphol gewährte den Fluggesellschaften deshalb vorübergehend Rabatte auf Flughafengebühren, um das Streckennetz zu stabilisieren. Das operative Ergebnis blieb mit 215 Millionen Euro dennoch nahezu auf Vorjahresniveau.