Die flämische Regierung hat die geplanten Änderungen der Anflugverfahren am Flughafen Brüssel vorerst gestoppt. Sie legte am 23. Oktober einen Interessenkonflikt gegen die Pläne des belgischen Mobilitätsministers Jean-Luc Crucke ein. Damit wird deren Umsetzung für 60 Tage ausgesetzt, eine Verlängerung um weitere 60 Tage ist möglich. Crucke will die Lärmbelastung im Norden Brüssels reduzieren. Vorgesehen sind unter anderem steilere Anflüge auf die Piste 07L sowie geänderte Windkriterien für die Pistennutzung. Die flämische Regierung befürchtet jedoch, dass dadurch mehr Fluglärm in die nördlichen und östlichen Vororte Brüssels verlagert wird. Ministerpräsident Matthias Diependaele kritisiert zudem, dass die Regionen vor der Entscheidung ni§4cht ausreichend konsultiert worden seien. Nun soll ein belgisches Beratungsgremium den Konflikt behandeln.