Nigeria will an seinen Flughäfen RFID-Technologie zur Gepäckverfolgung einführen. Die Luftfahrtbehörde NCAA arbeitet dazu mit Fluggesellschaften, Bodenabfertigern und der Flughafenbehörde FAAN an der Umstellung von herkömmlichen Barcodes auf RFID-Gepäckanhänger. Passagiere sollen den Weg ihres aufgegebenen Gepäcks künftig über eine App in Echtzeit verfolgen können – vom Check-in über die Verladung bis zum Gepäckband am Zielort. Damit sollen insbesondere fehlgeleitete und verspätet eintreffende Gepäckstücke reduziert werden, berichtet das Portal News Aero.
Die Einführung ist noch für 2026 vorgesehen. Die NCAA prüft zudem Vorschriften, mit denen RFID für Fluggesellschaften in Nigeria verpflichtend werden könnte. Derzeit wird die Technik in die Passagier- und Abfertigungssysteme der Airlines integriert.
Hintergrund sind zahlreiche Probleme mit fehlendem oder verspätetem Gepäck. Allein im ersten Halbjahr 2024 wurden nach Angaben der NCAA rund 19.274 verspätete oder vermisste Gepäckstücke gemeldet, der Großteil davon auf internationalen Flügen.