Thierry de Bailleul wirft dem Staat Madagaskar Vertragsbruch und mangelnde Unterstützung bei der Sanierung der Fluggesellschaft vor. In einer Stellungnahme verweist er zugleich auf deutliche Fortschritte während seiner 21-monatigen Amtszeit zwischen Januar 2024 und Oktober 2025. Nach Angaben des früheren Chefs gelang Madagascar Airlines in dieser Zeit eine deutliche Stabilisierung.
Die Zahl einsatzfähiger ATR-Flugzeuge sei von einem auf fünf gestiegen, die Sitzplatzkapazität habe sich seit 2022 um 123 Prozent erhöht und die Einnahmen seien um 60 Prozent gewachsen. Zudem sei Madagascar Airlines wieder in wichtige Systeme des Luftfahrtverbandes Iata integriert worden.
De Bailleul erklärt außerdem, im Zuge der Sanierung seien interne Unregelmäßigkeiten, überhöhte Vertragskosten und mutmaßliche Korruptionsfälle aufgedeckt worden. Mehrere Fälle hätten zu Ermittlungen und Inhaftierungen geführt.
Kritik übt der ehemalige Chef von Madagascar Airlines vor allem daran, dass ein 2025 verlängerter Vertrag später nicht mehr eingehalten worden sei. Offenstehende Zahlungen seien trotz mehrfacher Schreiben unbeantwortet geblieben. Zugleich warnt er vor langfristigen Schäden für die internationale Glaubwürdigkeit Madagaskars im Luftfahrtsektor.