Europas Luftfahrt fordert mehr Flexibilität beim neuen EU-Grenzsystem

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Europäische Flughäfen und Fluggesellschaften fordern die Europäische Kommission auf, das neue Einreise- und Ausreisesystem (Entry/Exit System oder kurz EES) während der Sommerreisewelle flexibler anzuwenden. Nach Angaben der Branche führen die seit April laufenden Kontrollen an den Schengen-Außengrenzen zu Wartezeiten von bis zu fünf Stunden sowie zu Verspätungen, verpassten Anschlussflügen und erheblichen operativen Problemen.

In einem gemeinsamen Schreiben verlangen die Verbände A4E, Iata und ACI Europe, dass die Erfassung biometrischer Daten bei Überlastung der Grenzkontrollen vorübergehend ausgesetzt werden kann. Langfristig müsse ein Mechanismus geschaffen werden, der in außergewöhnlichen Situationen eine Rückkehr zu den bisherigen Schengen-Kontrollen mit Passstempel ermögliche. Die Luftfahrtbranche betont, sie unterstütze die Ziele des EES, warnt jedoch vor negativen Folgen für den Reiseverkehr und den europäischen Tourismus, solange technische und personelle Engpässe nicht behoben seien.

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