Neues Einreisesystem: Flughäfen und Airlines wollen den ganzen Sommer 2026 die Möglichkeit haben, das EES auszusetzen

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Europas Flughäfen und Fluggesellschaften äußern erneut Bedenken hinsichtlich der betrieblichen Auswirkungen der Einführung des Schengen-Ein-/Ausreisesystems (EES), da die Übergangsphase genau zum Höhepunkt des Osterreiseverkehrs endet.

Olivier Jankovec, Generaldirektor von des Flughafenverbandes ACI Europe, und Ourania Georgoutsakou, Managing Director des Airline-Verbandes A4E, erklären: «Passagiere, die in den Schengen-Raum einreisen, müssen zu Ostern voraussichtlich noch längere Wartezeiten an den Grenzkontrollen in Kauf nehmen, da weiterhin operative Herausforderungen bei der Einführung des EES bestehen.»

Nach der verpflichtenden Registrierung von 50 Prozent der Drittstaatsangehörigen seit dem 10. März zeigen aktuelle Daten europäischer Flughäfen laut den Verbänden eine weitere Verschlechterung der Wartezeiten an Grenzkontrollstellen. Dies geschehe trotz der fortgesetzten Nutzung teilweiser und vollständiger Aussetzungen der EES-Prozesse durch Grenzbehörden während Verkehrsspitzen.

Mit den nächsten wichtigen Meilensteinen – der vollständigen Registrierung aller Drittstaatsangehörigen ab dem 31. März sowie dem Ende der Übergangsphase am 9. April – warnen Flughäfen und Airlines vor einer weiteren Verschärfung der Lage. Danach können Mitgliedstaaten das System nicht mehr vollständig aussetzen, wodurch ein zentrales Instrument zur Bewältigung von Spitzenzeiten entfällt.

ACI Europe und A4E fordern daher die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die Möglichkeit zur vollständigen oder teilweisen Aussetzung des EES während der gesamten Sommersaison 2026 beizubehalten. Diese Flexibilität sei entscheidend gewesen, um gravierende Störungen während der schrittweisen Einführung zu verhindern, und sollte auch bei künftigen Spitzenzeiten bestehen bleiben.

«Zu den weiterhin ungelösten Problemen zählen Personalmangel bei Grenzkontrollen, technische Schwierigkeiten bei Selbstbedienungskiosken, die begrenzte Nutzung automatisierter Grenzkontrollen sowie Zweifel an der Zuverlässigkeit des zentralen IT-Systems», schreiben die beiden Verbände. «Auch die Nutzung einer Vorregistrierungs-App ist bislang gering und erfolgt nur in wenigen Ländern.»

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