Eurocontrol hat seine Prognose für den europäischen Flugverkehr im Jahr 2026 nach unten korrigiert. Für die Mitgliedstaaten der Europäischen Zivilluftfahrtkonferenz erwartet die Organisation nun 11,2 Millionen Flüge. Das entspricht einem Wachstum von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Frühjahr war Eurocontrol noch von 2,7 Prozent ausgegangen.
Hauptgrund sind die Spannungen im Nahen Osten. Sie beeinträchtigen die Nachfrage, führen zu Umwegen und treiben die Kerosinpreise nach oben. Eurocontrol schätzt, dass dadurch 2026 rund 110.000 Flüge entfallen.
Trotz Rekordwerten im Sommer und hoher Auslastung entwickelt sich der Verkehr regional unterschiedlich. Süd- und Osteuropa wachsen stärker als die großen Märkte im Nordwesten Europas.
Für 2027 erwartet Eurocontrol wieder ein Wachstum von 3,2 Prozent auf 11,6 Millionen Flüge. Bis 2032 soll die Zahl der Flüge auf rund 12,8 Millionen steigen. Das entspräche einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2,1 Prozent zwischen 2026 und 2032. Die Prognose bleibt allerdings stark von der geopolitischen Entwicklung abhängig.