Nach Fensterbruch auf Ryanair-Flug: Behörde bestätigt Triebwerksproblem bei Boeing 737

Loch in der Triebwerskverkleidung (Bildzitat Aviation Herald): Die Boeing 737 von Ryanair hatte ein Treibwerksproblem.

Nach dem dramatischen Zwischenfall auf einem Ryanair-Flug nach Memmingen verdichten sich die Hinweise auf die Ursache. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde bestätigt ein Problem am rechten Triebwerk und Bilder deuten auf eine Treiwberksexplosion hin.

Die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen 9H-QEU von Ryanair-Tochter Malta Air befand sich am Freitag (10. Juli) gerade im Steigflug, als es einen lauten Knall gab. Der Grund: Ein Fenster war aus dem Rumpf gebrochen. Durch den plötzlichen Druckabfall wurden Kopf und Oberkörper des auf dem Fensterplatz sitzenden Passagiers teilweise aus der Öffnung gesogen. Seine Ehefrau und Mutreisende zogen ihn wieder ins Innere.

Griechische Medien haben bereits von einem Triebwerksproblem der Boeing 737 gesprochen. Nun bestätigt sich das. Die Verkehrssicherheitsbehörde der USA erklärte der Zeitung Seattle Times, dass der Flug von Ryanair von Thessaloniki nach Memmingen wegen eines Problems am rechten Triebwerk und eines Druckabfalls in der Kabine zum Startflughafen zurückgekehrt ist.

Bilder zeigen beschädigtes Triebwerk der Boeing 737

Es dürfte sich also um einen sogenannten Uncontained Engine Failure handeln, bei dem Teile aus dem Triebwerk herausgeschleudert wurden. Ein solches könnte das Fenster getroffen haben - ähnlich wie beim Fall von Southwest Airlines im Jahr 2018. Bilder der 9H-QEU des Portals Aviation Herald zeigen denn auch ein Loch in der Verkleidung des linken Triebwerks der Boeing 737 von Malta Air sowie arg lädierte Fanschaufeln.

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