Unautorisierte Drohnenflüge haben den Luftverkehr in Deutschland im Jahr 2025 erheblich beeinträchtigt und nach einer Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wirtschaftliche Schäden von mindestens 60 Millionen Euro verursacht. Grundlage der Untersuchung sind 226 gemeldete Drohnenereignisse, von denen 116 als relevante Störfälle an 25 Verkehrsflughäfen eingestuft wurden.
Besonders betroffen waren große Flughäfen wie Frankfurt und München, wo Drohnensichtungen zeitweise zu erheblichen Einschränkungen des Flugbetriebs führten. Insgesamt wurden rund 200 Flugumleitungen erfasst, etwa 70 Prozent davon an großen internationalen Drehkreuzen. Die Folgen reichten von Verspätungen und Warteschleifen bis hin zu Umleitungen, Annullierungen und zeitweisen Betriebseinstellungen.
Das DLR beziffert den betriebswirtschaftlichen Mindestschaden auf rund 60 Millionen Euro. Werden zusätzliche Netzwerkeffekte wie Folgeverspätungen und Umlaufstörungen berücksichtigt, könnte sich die Schadenssumme auf bis zu 160 Millionen Euro erhöhen. Neben Airlines sind auch Flughäfen durch Einnahmeausfälle betroffen.
Angesichts der steigenden Zahl von Vorfällen arbeitet das DLR an Technologien zur Detektion und Abwehr von Drohnen. Diese werden unter anderem am Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt getestet.