Wie können Pilotinnen, Piloten und Fluglotsen künftig sicher mit Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten? Dieser Frage widmete sich in den vergangenen vier Jahren das Forschungsprojekt LOKI des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Gemeinsam mit Industriepartnern, Forschungseinrichtungen und Behörden entwickelten die Forschenden KI-Demonstratoren für Cockpit und Flugsicherung sowie Empfehlungen für die Einführung vertrauenswürdiger KI-Systeme in der Luftfahrt.
Ein Schwerpunkt war der digitale Fluglotse DIRC, der Aufgaben eigenständig übernehmen und diese flexibel mit menschlichen Lotsinnen und Lotsen abstimmen kann. In Simulationen konnten Mensch und KI gemeinsam bis zu 25 Prozent mehr Verkehr bewältigen als derzeit in einem Luftraumsektor vorgesehen.
Für das Cockpit entstand mit IPAS ein intelligentes Assistenzsystem, das Besatzungen etwa bei der Auswahl alternativer Routen oder Ausweichflughäfen unterstützt. Dabei analysiert die KI große Datenmengen und bereitet entscheidungsrelevante Informationen auf.
Das Projekt zeigte zudem, dass Vertrauen in KI nicht allein von deren Leistungsfähigkeit abhängt. Entscheidend sind transparente Informationen über Möglichkeiten und Grenzen der Systeme sowie gezielte Schulungen. Die Ergebnisse sollen in die europäische Diskussion zur sicheren Einführung von KI in der Luftfahrt einfließen.