Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften BDF fordert eine rasche Senkung der Flugsicherungsgebühren in Deutschland. Hintergrund ist ein Beschluss des CDU-Präsidiums vom 12. Oktober, der kurzfristig niedrigere Gebühren und mittelfristig eine Reduzierung der Luftverkehrsteuer vorsieht. Der Verband begrüßt die Pläne und drängt auf eine Umsetzung bereits 2027. Nach Angaben von BDF-Geschäftsführer Michael Engel haben sich die Flugsicherungsgebühren für An- und Abflüge in Deutschland in den vergangenen Jahren verdreifacht.
Um die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts zu verbessern, sei für 2027 eine Entlastung von insgesamt 100 bis 150 Millionen Euro erforderlich. Die Entscheidung müsse kurzfristig fallen, da die Gebühren für das kommende Jahr spätestens im Dezember festgelegt werden.
Die An- und Abfluggebühren werden jährlich durch eine Kostenverordnung des Bundesverkehrsministeriums bestimmt. Der CDU-Beschluss sieht darüber hinaus eine mittelfristige Senkung der Luftverkehrsteuer vor, um insbesondere den innerdeutschen Flugverkehr und die internationale Anbindung deutscher Metropolregionen zu stärken.