Die brasilianische Luftfahrtbehörde Agência Nacional de Aviação Civil Anac verschärft die Regeln für Passagiere mit problematischem Verhalten an Bord oder in Sicherheitsbereichen von Flughäfen. Künftig drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 17.500 brasilianischen Real, umgerechnet etwa 3200 Euro.
Die neuen Vorschriften gelten für Verhaltensweisen, die die Arbeit der Besatzung behindern, den Ablauf des Flugbetriebs stören oder die Sicherheit gefährden. Je nach Schwere des Vorfalls können Passagiere auch zeitweise auf eine Sperrliste gesetzt werden und dürfen dann keine Inlandsflüge antreten.
Wer wegen unangemessenen Verhaltens aus einem Flugzeug entfernt wird, kann zudem den Anspruch auf die gebuchte Beförderung verlieren und erhält in solchen Fällen keine Unterstützungsleistungen der Airline. Hintergrund der strengeren Regeln ist eine deutlich gestiegene Zahl von Zwischenfällen mit unruhigen Passagieren.