Fluggesellschaften in Deutschland sollen künftig eine Strafabgabe zahlen müssen, wenn sie die vorgeschriebenen Mengen an nachhaltigem Flugkraftstoff (Englisch: Sustainable Aviation Fuel oder kurz SAF) nicht einhalten. Ein Gesetzentwurf des Bundesverkehrsministeriums sieht eine Abgabe von 1332 Euro je Tonne nicht getanktem SAF vor. Die Einhaltung der Vorgaben soll das Luftfahrt-Bundesamt überwachen, berichtet die Nachrichtenagentur DPA.
Hintergrund ist die Umsetzung der EU-Verordnung Refuel EU Aviation. Seit Anfang 2025 müssen Fluggesellschaften an europäischen Flughäfen Kraftstoff mit einem SAF-Anteil von mindestens zwei Prozent tanken. Die Quote steigt bis 2030 auf fünf Prozent und soll bis 2050 auf 70 Prozent anwachsen.