Der Branchenverband Airlines for Australia and New Zealand A4ANZ warnt erneut vor den Folgen steigender staatlicher Gebühren und regulatorischer Kosten für die Luftfahrt. Hintergrund ist die jüngste Entscheidung einer Fluggesellschaft, die Verbindungen zwischen Auckland und der Sunshine Coast sowie zwischen Christchurch und Cairns einzustellen. Als Gründe nannte die Airline eine schwache Nachfrage sowie höhere staatliche Abgaben und Gebühren.
Nach Ansicht des Verbandes zeigen die Streichen deutlich, dass zusätzliche Kosten entweder über höhere Ticketpreise an die Passagiere weitergegeben oder durch Angebotskürzungen kompensiert werden müssten. Besonders gefährdet seien dünn ausgelastete Regionalstrecken, die häufig von Billig- und Ferienfluggesellschaften mit geringen Gewinnmargen betrieben werden.
Zusätzlich belastet würden die Airlines derzeit durch steigende Treibstoffpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten. Gleichzeitig nähmen Regierungen weitere Gebührenanhebungen vor. In Australien steigt beispielsweise die Passagierabgabe von 70 auf 80 australische Dollar (rund 44 Euro). Auch Sicherheits- und Flugsicherungsgebühren sollen deutlich erhöht werden.
Der Verband warnt, dass die Summe der zusätzlichen Belastungen die Wettbewerbsfähigkeit der Branche schwäche und langfristig zu höheren Preisen sowie zum Verlust weiterer Flugverbindungen führen könne.