Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC hat Singapore Airlines und ANA All Nippon Airways eine vorläufige Genehmigung für die Ausweitung ihres bestehenden Joint Ventures auf Australien erteilt. Bislang umfasst die Kooperation den Verkehr zwischen Japan und Singapur, künftig sollen auch Australien sowie weitere Märkte wie Indien, Indonesien und Malaysia einbezogen werden. Die beiden Star-Alliance-Partner dürfen durch die vorläufige Genehmigung der australischen Behörde bereits Vorbereitungen für die engere Kooperation treffen, eine endgültige Freigabe für zunächst fünf Jahre steht jedoch noch aus.
Für Australien sollen beide Airlines unter anderem ihre Flugpläne, Kapazitäten, Preise, Vertriebs- und Marketingaktivitäten sowie die Erlösaufteilung koordinieren. ANA bedient die Strecke zwischen Australien und Japan nonstop, während Singapore Airlines Verbindungen über ihr Drehkreuz in Singapur anbietet. Ziel ist eine sogenannte «Metal Neutrality», bei der es wirtschaftlich keine Rolle mehr spielt, welche Airline den Passagier befördert.
Nach Einschätzung der ACCC dürfte die Zusammenarbeit Reisenden mehr Umsteigemöglichkeiten, einen besseren Anschlussservice und Vorteile für Vielflieger bieten. Gleichzeitig sieht die Behörde keine wesentlichen Nachteile für den Wettbewerb, da Singapore Airlines keine Nonstopflüge zwischen Australien und Japan anbietet und auf den betroffenen Strecken weiterhin zahlreiche konkurrierende Fluggesellschaften aktiv sind.