Joshua Wander, Mitgründer der gescheiterten US-Investmentgesellschaft 777 Partners, ist wegen mutmaßlichen Betrugs angeklagt worden. Nach australischen Medienberichten sollen Kreditgebern und Investoren durch die Machenschaften Verluste von fast 500 Millionen Dollar (rund 430 Millionen Euro) entstanden sein.
Die Staatsanwaltschaft wirft Wander vor, Gelder zweckwidrig in riskante Beteiligungen an Fluggesellschaften und Sportvereinen investiert zu haben. Zudem sollen Vermögenswerte von mehr als 350 Millionen Dollar mehrfach als Sicherheiten verwendet und Bankauszüge manipuliert worden sein. Der frühere Finanzchef Damien Alfalla hat sich bereits schuldig bekannt und kooperiert mit den Ermittlern.
777 Partners war stark in der Luftfahrt engagiert und unter anderem Eigentümerin der australischen Billigfluggesellschaft Bonza, die nach der Rücknahme ihrer Flugzeuge den Betrieb einstellen musste. Auch an der kanadischen Flair Airlines war das Unternehmen beteiligt.
Wander drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft. Die Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich erwiesen.