Die niederländische Regierung geht auf Distanz zur Führung von Air France-KLM. Auslöser sind die hohen Vergütungen an der Konzernspitze. Im Zentrum steht Konzernchef Ben Smith, der im vergangenen Jahr auf 5,1 Millionen Euro kam. Damit liegt seine Bezahlung deutlich über jener von Marjan Rintel, die als Chefin der Tochter KLM knapp 1,6 Millionen Euro erhielt. Beide Summen setzen sich aus Fixgehalt sowie variablen Bestandteilen wie Boni und Aktien zusammen.
Für Kritik sorgt dabei weniger der Abstand zwischen den beiden Spitzenmanagern als vielmehr die grundsätzliche Höhe der Vergütung. Finanzminister Eelco Heinen hält sie für «unangemessen» – gerade angesichts der Herausforderungen in der Branche. Aus seiner Sicht sendet das Management damit ein falsches Signal an die Belegschaft.
Niederlande halten rund neun Prozent an Air France-KLM
Die Niederlande, die rund neun Prozent an Air France-KLM halten, wollen ihre Kritik auf der kommenden Hauptversammlung vorbringen. Ihre eigenen Vorgaben sehen vor, dass variable Vergütungen maximal 20 Prozent des Grundgehalts betragen dürfen. Ob das Gewicht hat, ist allerdings fraglich. Schon im vergangenen Jahr wurde die niederländische Position überstimmt.