Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation hat auf ihrer Aviation Climate Week in Montreal eine neue Initiative zur Unterstützung des Ziels vorgestellt, die internationalen CO₂-Emissionen der Luftfahrt bis 2050 auf netto null zu senken.
Mehr als 500 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, Industrie, Finanzinstituten und internationalen Organisationen diskutierten während der dreitägigen Veranstaltung über Wege zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs. IcaoO-Generalsekretär Juan Carlos Salazar betonte dabei die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und bezeichnete Multilateralismus als einzigen Weg zur Erreichung des Netto-Null-Ziels.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Ausbau nachhaltiger Flugkraftstoffe, zusätzliche Finanzierungsinstrumente sowie die Weiterentwicklung des globalen Emissionsausgleichssystems Corsia. Die Teilnehmenden forderten stärkere politische Rahmenbedingungen und mehr Investitionen in klimafreundliche Technologien.
Zum Abschluss der Konferenz stellte die Icaodas neue Programm ACT-LTAG vor. Es soll Staaten bei der Entwicklung und Umsetzung nationaler Klimapläne für die Luftfahrt unterstützen, Schulungen anbieten und den Zugang zu Finanzierungen erleichtern. Zudem soll das Programm helfen, Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen besser zu messen und zu überwachen.
Die Icao hatte das langfristige Ziel einer klimaneutralen internationalen Luftfahrt bis 2050 im Jahr 2022 beschlossen.