Weltweite Notrufe von Flugzeugen erreichen Rettungskräfte nun direkter

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Von in Not geratenen Flugzeugen autonom gesendete Daten (ADT) weltweit werden künftig in das globale Register für den Standort von Flugzeugen in Not (LADR) eingespeist. Dies ist einer neuen technischen Verbindung zu verdanken, die am Mittwoch (12. September) von Icao, Eurocontrol und dem französischen Flugsicherungszentrum MCC vorgestellt wurde.

«Wir haben einen bedeutenden Fortschritt erzielt, um die Fähigkeit der internationalen Gemeinschaft zur Ortung von Flugzeugen in Not und zur schnellen und effektiven Reaktion auf Notfälle weltweit zu stärken», kommentierte Icao-Generalsekretär Juan Carlos Salazar.

Das LADR ist eine webbasierte Plattform und ein Kernbestandteil des Globalen Flugnot- und Sicherheitssystems (GADSS) der Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao. Es wurde von der europäischen Flugsicherung Eurocontrol im Auftrag der Icao entwickelt und wird von ihr betrieben.

«LADR bietet einen zentralen Zugangspunkt für Informationen über Flugzeuge in Not weltweit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Umgangs der globalen Luftfahrtgemeinschaft mit solchen Situationen», sagte Raúl Medina, Generaldirektor von Eurocontrol.

Die Plattform ermöglicht akkreditierten Nutzern nun, die Daten zur letzten bekannten Position (LPO) von entsprechend ausgestatteten Flugzeugen zu übermitteln und abzurufen. Im Falle einer Flugzeugnotlage – egal wo und wann – dient LADR als zentrale Anlaufstelle und benachrichtigt relevante Akteure wie Fluggesellschaften, Flugsicherungsdienste und Such- und Rettungsteams.

Das französische MCC spielt eine entscheidende Rolle bei der Koordinierung von Notrufen in Europa und darüber hinaus. Durch die Integration dieser Daten in LADR werden die operativen Akteure bei der Koordination zeitnaher und effektiver Such- und Rettungsaktionen besser unterstützt. Die fünf anderen MCCs weltweit werden ebenfalls mit LADR verbunden, wodurch die Ausfallsicherheit des Netzwerks erhöht wird.

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