Leonardo baut aus, weil Rüstungsausgaben steigen

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Der italienische Rüstungs- und Technologiekonzern hat seinen Industrieplan für die Jahre 2026 bis 2030 aktualisiert. Der Verwaltungsrat unter Vorsitz von Stefano Pontecorvo genehmigte die Strategie einstimmig. Ziel ist es, die Position als globaler Hightech-Anbieter im Sicherheitssektor weiter auszubauen. Konzernchef Roberto Cingolani erklärte, Leonardo habe die Ziele des ersten Industrieplans übertroffen und verfüge heute über Plattformen in allen Bereichen – an Land, in der Luft, auf See, im Weltraum und im Cyberraum. Künftig sollen insbesondere digitale Technologien, künstliche Intelligenz und Cybersecurity weiter ausgebaut werden.

Ein zentrales Element der Strategie ist die neue Systemarchitektur Michelangelo Dome. Dabei handelt es sich nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um eine modulare Plattform, die Sensorik, Datenanalyse und Abwehrsysteme über mehrere Einsatzbereiche hinweg vernetzt. Das System soll Bedrohungen wie Drohnen, ballistische oder hyperschalle Raketen erkennen und bekämpfen können. Leonardo sieht darin Geschäftsmöglichkeiten von rund 21 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren.

Leonardo geht davon aus, dass die globalen Ausgaben für Sicherheit von rund 400 Milliarden Dollar jährlich im Jahr 2020 auf mehr als eine Billion Dollar bis 2030 steigen könnten. Gleichzeitig könnte der wirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität bis dahin auf etwa eine Billion Dollar pro Monat anwachsen.

Parallel plant Leonardo einen deutlichen Personalaufbau. Die Belegschaft soll von 62.700 Beschäftigten im Jahr 2025 auf rund 75.500 bis 2030 steigen. Insgesamt sind in diesem Zeitraum 28.000 Neueinstellungen vorgesehen, mehr als die Hälfte davon unter dreißig Jahre alt und überwiegend mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund.

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