Economy-Kabine der Swiss: Der starke Franken macht die Flüge teurer.

UmsatzrückgangSwiss leidet unter Franken-Schock

Die Schweizer Nationalbank gab den Euro frei. Dadurch wurde der Franken markant stärker. Das bekommt auch die nationale Fluglinie Swiss zu spüren.

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Ein kollektives Raunen ging am 15. Januar durch das Land. Und es waren da und dort auch Aufschreie zu hören. Völlig überraschend gab die Schweizerische Nationalbank vor zwei Wochen den Euro-Mindestkurs auf. Die EU-Einheitswährung sackte ab. Noch immer ist sie heute rund 15 Prozent schwächer als vorher. Das trifft nicht nur Exportindustrie und Tourismus. Es ist auch auf für die Swiss ärgerlich «Es ist belastend», sagt denn auch Konzernchef Harry Hohmeister im Interview mit dem Schweizer Wirtschaftsblatt Handelszeitung.

Der Franken-Schock hat für die Swiss gleich zweifach negative Folgen. Die Schweizer Fluglinie erzielt über 60 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. «Damit wurde unser Umsatz bei 60 Prozent der Ticketverkäufe deutlich abgewertet. Das ist eine harte Tatsache», so Hohmeister. Doch nicht nur die neuen Währungsrelationen senken die Einnahmen. Der starke Franken macht Urlaub in der Schweiz teurer und dadurch unattraktiver. Es könnte also auch zu einem Passagierrückgang kommen.

Über Sparmaßnahmen wird nach Ostern diskutiert

Immerhin sinkt derzeit der Ölpreis. Das entlastet. «Die Kosten für Treibstoff machen aber nur etwa 30 Prozent unserer Betriebskosten aus», gibt der Swiss-Chef in der Handelszeitung aber zu bedenken. Der positive Effekt ist mit anderen Worten schwächer als der negative.

In die Karten blicken lassen, wie er darauf reagieren wird, will sich Hohmeister noch nicht. «Klar ist, dass wir den Verkauf umsteuern und Kapazitäten anpassen können. Mögliche Maßnahmen auf der Kostenseite sind dagegen komplexer, als dass man das schon jetzt beantworten kann», so Hohmeister. Nach Ostern werde man entscheiden.

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