Jet von Viva Air: Die Fluglinie will wachsen.

Frische 50 Millionen DollarSüdamerikanische Ryanair plant neue Tochter

Hinter Viva Air in Peru und Kolumbien stehen Iren, die schon an der Gründung von Ryanair beteiligt waren. Nun soll ein US-Investor die Expansion in Südamerika vorantreiben.

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Frisches Geld aus den USA: Die Investmentfirma Cartesian Capital pumpt 50 Millionen Dollar in die Viva-Air-Gruppe. Man werde das Kapital in die geplante Anschaffung von Flugzeugen der Airbus-A320-Familie stecken sowie in das Wachstum «in Kolumbien, Peru und darüber hinaus», teilte die südamerikanische Billigflieger-Gruppe mit.

Viva Air ist derzeit in Peru und Kolumbien aktiv. Gegründet wurde sie von Irelandia Aviation. Die verschwiegene Firma aus Dublin war bereits an mehreren andere Billigfliegern wie etwa Tiger Airways und Allegiant Air beteiligt. Gegründet wurde sie von der Familie Ryan, die einst Ryanair gegründet hat. An der irischen Billigairline ist Irelandia weiterhin beteiligt.  Bei Viva Aerobus in Mexiko machte sie 2016 Kasse.

Börsengang geplant

Das Unternehmen wird auch nach dem aktuellen Verkauf von Anteilen an Cartesian Capital die Mehrheit an Viva Air behalten. In den kommenden zwei Jahren ist außerdem ein Börsengang geplant, wie Irelandia-Aviation-Chef Declan Ryan nun ankündigte.

Airbus hatte Ende 2017 bekannt gegeben, dass Viva Air 50 Flugzeuge bestelle: 35 A320 Neo and 15 A320 Ceo. Aktuell sind in Airbus' Orderbuch allerdings nur 27 bestellte A320 Neo bei Viva Air notiert. Ob die anderen Jets über Leasingfirmen oder anderweitig bezogen werden, ist unklar. Zurzeit besteht die Viva-Air-Flotte aus 19 geleasten Airbus A320-200.

Drittes Land ab 2020

Bereits im vergangenen Jahr hatte Viva Air angekündigt, 2020 einen Ableger in einem dritten lateinamerikanischen Land zu gründen. Ryan sagte nun, dass Ecuador, Costa Rica und El Salvador die Favoriten seien. Bei der Expansion könnte der neue Investor womöglich eine Hilfe sein. Denn Cartesian Capital ist nicht unerfahren in Südamerikas Luftfahrt. Sie steckte schon Geld in die brasilianische Gol und ist an Flybondi in Argentinien beteiligt.

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