Falkland Inseln: Bald keine Flüge mehr?

Streit um Falkland-Flüge

Argentinien will die Flüge auf die kleinen Inseln vor Südamerika verbieten. Diese wären dann vom Festland abgeschnitten.

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span>Cristina Fernández de Kirchner wählte einen Ort mit besonders vielen Zuhörern und Wirkungskraft. Vor der Uno-Vollversammlung sprach die argentinische Präsidentin am Mittwoch (21. September) davon, ein bilaterales Abkommen aus dem Jahr 1999 mit Großbritannien einseitig aufzukündigen. Würden die Engländer keine Verhandlungen zur Unabhängigkeit der Falkland-Inseln aufnehmen, werde man sich die Aufkündigung vorbehalten so Kirchner. «Wir warten noch eine gewisse Zeit. Aber falls nichts passiert, sehen wir uns nicht mehr verpflichtet, unsere Abmachungen einzuhalten» so die Staatschefin vor der Uno. Der Streit könnte nun zur Folge haben, dass der einzige internationale Flughafen auf dem Eiland bald verwaist.

Konkret geht es beim Abkommen vom 14. Juli 1999 um das Recht, dass Flüge von Punta Arenas in Chile auf dem Mount Pleasant Airport auf den Falkland-Inseln in Río Gallegos im südlichen Argentinien zwischenlanden dürfen. Einmal pro Woche bedient derzeit die chilenische LAN die Strecke mit einem Airbus A320. Der Flug dient vielen Bewohnern, um sich mit Produkten zu versorgen, die es auf dem Eiland nicht gibt. Zudem bringt er Touristen. Fällt die Luftverbindung aus, erreicht man die Inseln 460 Kilometer vor der argentinischen Küste nur nach einer Reise von mehreren Tagen mit dem Schiff. Je nach Jahreszeit müssen die Fähren zudem ganz auf die Überfahrt verzichten - zu stürmisch ist manchmal die See. Sonst fliegt nur noch die britische Luftwaffe auf die Inseln - aber von Großbritannien aus.

Heftiger Streit seit jeher

Um die Falkland Inseln oder die Malvinas, wie die Argentinier sie nennen, tobt seit Jahrzehnten ein heftiger Streit. Seit 1833 sind sie unter britischer Verwaltung. Buenos Aires behauptet aber, sie gehörten Argentinien schon seit 1811 - als das Land unabhängig von Spanien wurde und damit auch die Inseln erhielt. Die Engländer hätten die Falkland-Inseln widerrechtlich besetzt. 1982 kam es gar zu einem Krieg um die öden Eilande im Atlantik. Der war zwar nach wenigen Tagen zugunsten der Briten entschieden, kostete aber doch um die 1000 Menschen das Leben. In der Folge kam es immer wieder zu politischen Scharmützeln. So auch 1999. Damals wurden die Flüge schon einmal für sechs Monate ausgesetzt. Am Ende resultierte das Abkommen aus der Auseinandersetzung.

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