Airbus A320 von Air Berlin: Maschinen der Fluglinie sollen für Lufthansa fliegen.

Air BerlinBilligairlines treiben Lufthansa zu Etihad

Es scheint, dass Lufthansa im Winter tatsächlich alle dezentralen Strecken von Air Berlin übernimmt. Gleichzeitig will die deutsche Fluglinie offenbar mit Etihad zusammenarbeiten.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sind sich die beiden Fluggesellschaften spinnefeind. Lufthansa sieht in Etihad Airways die aggressiv expandierende staatlich subventionierte Konkurrentin. Etihad sieht in Lufthansa die verkrustete Traditionsairline, die sich den Wettbewerb mit juristischen Kniffs vom Hals halten will. Doch manchmal hilft es, über den eigenen Schatten zu springen und den Feind zum Gehilfen zu machen.

So scheint derzeit die Gemütslage von Lufthansa zu sein. Sie befürchtet einen Untergang von Air Berlin und ein umgehendes Auffüllen des dadurch entstehendens Vakuums durch Ryanair und Easyjet. Deshalb verhandelt sie mit der zweitgrößten deutschen Fluglinie schon seit einigen Monaten über eine Übernahme aller dezentralen Strecken. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind die Gespräche zwischen Air Berlin und Lufthansa nun weit fortgeschritten. Ende September soll ein endgültiger Entscheid fallen.

Befreiungsschlag

Konkret soll es darum gehen, dass Air Berlin alle nicht zu den beiden Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf führenden Strecken an Lufthansa abtritt. Das würde im Rahmen eines Wet-Lease-Abkommens geschehen. Air Berlin würde schon kommenden Winter mit rund 40 Flugzeugen und den entsprechenden Besatzungen – also mehreren hundert Mitarbeitenden – für Lufthansa durch Europa fliegen.

Lufthansa könnte so an Flughäfen wie München, Nürnberg oder Hamburg einen Konkurrenten loswerden. Zugleich könnte sie die Billigtochter Eurowings in Europa markant stärken. Für Air Berlin wäre es der dringend benötigte finanzielle Befreiungsschlag.

Unklare Kooperation

Gemäß der Süddeutschen geht es in den Gesprächen aber noch um mehr. So soll Lufthansa künftig auch mit Etihad Airways zusammenarbeiten. Wie weit diese Kooperation gehen soll, ist derzeit noch nicht klar. Da gebe es noch unterschiedliche Ansichten, so das Blatt.

Sicherlich bedeutet das aber eine neue Ära in der Luftfahrt. Golfairlines werden von Feinden langsam zu Verbündeten - wie es etwa British Airways und Iberia mit Qatar Airways recht erfolgreich vormachen (siehe «Mehr zum Thema» unten).

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Etihad: Air France will mit der Golfairline zusammenarbeiten.

Plötzlich sind Golfairlines nicht mehr der Feind

IMG 4022

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

D-ALPG in der Lackierung von Air Berlin.

Ex-Air-Berlin A330 hebt nach langer Pause wieder ab - jetzt für bulgarische Airline

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack