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Eurocontrol korrigiert Prognose

So hart wird der Winter für die europäische Luftfahrt

Die europäische Flugsicherung hat ihre Prognose für den Flugverkehr in Europa markant nach untern korrigiert. Sie zeigt: Der Luftverkehr stagniert.

Tis Meyer/Planepics.org

Flieger im Winter: Die harte Zeit kommt erst.

Vor zwei Jahren sprach man vom Chaos-Sommer. Die europäischen Luftstraßen und Flughäfen waren 2018 in der Hochsaison derart überlastet, dass Verspätungen bei Flugreisen zum Standard wurden. Inzwischen klingt das wie eine Erzählung aus 1001 Nacht.

Die Covid-19-Pandemie hat den Luftverkehr im Frühjahr 2020 in Europa fast zum Stillstand gebracht. Und nach einer von einem aufgestauten Urlaubsbedürfnis getragenen Erholung ab Juni sinkt die Nachfrage inzwischen bereits wieder. Denn immer mehr Staaten führen wieder Reisebeschränkungen oder Quarantänepflichten ein.

Nicht einfach langsamer – Stagnation

«Wir bewegen uns jetzt rückwärts, und das ist wirklich beunruhigend für die gesamte Branche», kommentiert Eamonn Brennan, Chef von Eurocontrol. «Es gibt viel Verwirrung und sehr wenig Vertrauen unter den Passagieren.» Die europäische Flugsicherungsbehörde hat deshalb ihre Prognose für den Flugverkehr in Europa drastisch nach unten korrigiert.

Bisher rechnete Eurocontrol für Oktober bei der Anzahl der Flüge im europäischen Luftraum mit einem Minus von 30 Prozent. Im korrigierten Szenario sind es minus 57 Prozent. Und im Dezember stehen nun statt minus 20 minus 54 Prozent, im Februar 2021 statt minus 15 minus 50 Prozent. Die Erholung findet also nicht einfach langsamer statt, sie stagniert.

Prognose für den europäischen Luftverkehr (gemessen an Anzahl Flügen, im Vergleich zu 2019)

 



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