Screenshots von Airline-Webseiten: Hier treiben sich Bad Bots gerne rum.

CybersicherheitSo gefährdet sind Airline-Webseiten

Falsche Reservierungen und Angriffe auf Vielflieger-Konten: Die Internetseiten von Fluglinien stehen ständig unter Beschuss. Das Ganze läuft automatisiert ab.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es gibt gute Bots und böse Bots. Bei beiden handelt es sich um Computerprogramme, die weitgehend automatisiert im Internet unterwegs sind. Die guten werten zum Beispiel im Auftrag von Suchmaschinen Webseiten aus. Die bösen suchen etwa Sicherheitslücken oder sammeln E-Mail-Adressen, an die Spam-Werbung verschickt werden kann. Und für diese bösen Bots sind Webseiten von Airlines besonders interessant, wie eine neue Studie zeigt.

Ganze 43,9 Prozent des Onlineverkehrs auf den Internetseiten von Fluglinien stammen von bösen Bots, heißt es in der Untersuchung «Bad Bot Report 2018» der Sicherheitsfirma Distil Networks. Glücksspiel ist demnach der einzige Industriezweig, der noch schlechter dran ist mit einem Anteil von 53,1 Prozent. Dabei werden Airlines auch Ziel einer neuen Form von Attacken, genannt «Denial of Inventory», wie Distil Networks' Forschungsleiterin Anna Westelius gegenüber der Reisen-Nachrichten-Seite Phocus Wire erklärt.

Angriffe auf Meilen-Konten

«Das ist ein riesiges Problem bei Fluglinien», so Westelius, da dabei Bots Sitze für bestimmte Flüge reservieren würden. «Sie verkaufen Sie auf anderen Webseiten oder halten sie aus Wettbewerbszwecken». So würden nicht nur die Fluggesellschaften am Ende mit unverkauften Plätzen dastehen, sondern auch die Kunden unter hohen Preisen leiden.

Ein weiteres Problem sind laut der Untersuchung umfangreiche Bot-Zugriffe mit dem Ziel, Flug- und Preisinformationen zu sammeln. Dadurch werde die sogenannte Look-to-book-Ratio verfälscht. Das ist eine wichtige E-Commerce-Kennzahl, die das Verhältnis zwischen den Aufrufen einer Webseite und den tatsächlichen Buchungen angibt. Gemäß der Studie gibt es außerdem Angriffe, die die Meilen-Konten von Vielfliegern leer räumen. Und woher kommen die bösen Bots? Vor allem von «nicht autorisierten Online-Reisebüros, Wettbewerbern, Preisaggregatoren und Metasuch-Webseiten», heißt es.

Mehr zum Thema

Boeing 757 in der Luft: Eine Risiko?

Hacker dringen in Boeing 757 ein

Die aktuelle Bemalung an einem TAAG-Flieger in Madrid im Februar 2023.

Airlines investieren in Hacker-Schutz und Turnarounds

Internetgefahren im Urlaub

Internetgefahren im Urlaub

Business Class in einem Flieger von Brussels Airlines: Nicht ganz günstig.

Mann bucht sich Gratisflüge in der Business Class

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg