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Mitsubishi-Jet droht Rückschlag

Mit einer Order von hundert Stück ist die amerikanische Airline Skywest die größte Kundin des Mitsubishi Regional Jets. Nun droht sie abzuspringen.

Mitsubishi Regional Jet

Mitsubishi Regional Jet: Bislang 169 Bestellungen.

Man sei «absolut entzückt», erklärte Hideo Egawa, Chef der Flugzeugsparte des Mitsubishi-Konzerns im Juli 2012 an der Luftfahrtmesse von Farnborough. Eben hatte er eine Mega-Order bekannt gegeben, die größte überhaupt für sein ehrgeiziges Projekt Mitsubishi Regional Jet MRJ. Skywest habe eine Absichtserklärung für eine feste Bestellung von hundert Stück des neu entwickelten Flugzeuges unterzeichnet, so Egawa. Sie würden ab 2017 an die amerikanische Regionalfluggesellschaft ausgeliefert.

Doch inzwischen gerät Mitsubishi mit dem Zeitplan immer mehr ins Hintertreffen. Zuletzt im August gab der Bauer des ersten japanischen Passagierflugzeuges bekannt, man werde die erste Maschine nicht wie geplant im Frühjahr 2016 an den Erstkunden ANA All Nippon Airways abgeben. Es werde nun erst im zweiten Quartal 2017 so weit sein. Das gefällt Skywest gar nicht. «Die Leute bei Mitsubishi müssen das Flugzeug bringen, das sie ankündigten und sie müssen es in einem Zeitrahmen tun, der für uns Sinn macht», erklärte vergangene Woche Firmenchef Brad Rich gemäß dem Fachportal Flightglobal bei einer Medienkonferenz.

Bislang nur 165 Bestellungen

Für Rich ist klar: Wenn das nicht eintrifft, habe man keinerlei Verpflichtungen gegenüber Mitsubishi. Sprich: Die Order wäre hinfällig. Skywest kann seine ersten Flieger wohl erst 2018 in Empfang nehmen. «Das Timing hilft nicht gerade», so Rich ohne zu sagen, ob dieser Termin für ihn noch akzeptierbar ist.

Der Mitsubishi Regional Jet MRJ ist ein zweistrahliges Flugzeug und soll mit seinen zwei Versionen zwischen 78 und 92 Passagieren Platz bieten. Geplant ist eine Reichweite von maximal 2400 Kilometer. Bislang sammelte Mitsubishi 165 Order ein.



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