Caracas: Nicht sicher für Crews.

Sicherheitslage in VenezuelaAirlines lassen ihre Crews nicht mehr in Caracas übernachten

Geopolitische Risiken zwingen Fluggesellschaften immer wieder zu Anpassungen. Jetzt betrifft es Venezuela: Erste Airlines verzichten wegen der angespannten Lage auf Crew-Übernachtungen in Caracas.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Man kennt es inzwischen leider zu gut: Je nach weltpolitischer Lage müssen Fluggesellschaften ihre Einsatzplanung kurzfristig anpassen. Bei Flügen nach Tel Aviv etwa führte die angespannte Sicherheitslage immer wieder dazu, dass Flüge ausgesetzt wurden, oder Crews vorsorglich in Zypern oder Griechenland untergebracht wurden.

Jetzt zeigt sich ein ähnliches Bild in Venezuela. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt und den Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in das Einsatzgebiet des US-Südkommandos verlegt. Offiziell geht es um den Kampf gegen Drogenschmuggel, doch die jüngsten Angriffe auf mutmaßlich beladene Boote – bei denen Dutzende Menschen starben – sorgen international für Kritik und Mahnungen zur Zurückhaltung.

Konflikt zwischen Washington und Caracas verschärft sich

Gleichzeitig verschärft sich der Konflikt zwischen Washington und Caracas. US-Präsident Präsident Donald Trump wirft dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Verbindungen zum Drogenschmuggel vor und hat verdeckte CIA-Operationen freigegeben. In Venezuela selbst laufen unter dem Titel «Plan Independencia 200» groß angelegte Militärübungen, um einer «imperialistischen Bedrohung» entgegenzutreten.

Auf all das reagieren nun auch Airlines. Sowohl Tap Air Portugal als auch Gol aus Brasilien haben ihre Abläufe auf den Flügen nach Caracas verändert, um Übernachtungen ihrer Besatzungen zu vermeiden.

Tap lässt Crews auf Karibikinsel Guadeloupe übernachten

Die portugiesische Fluglinie, die zwei Mal pro Woche mit Airbus A330 von Lissabon startet, legt nun einen Stopp in Pointe-à-Pitre auf der Karibikinsel Guadeloupe ein. Dort tauscht die Crew aus Europa mit einem frischen Team, das die kurze Etappe nach Caracas übernimmt und anschließend ohne Unterbrechung zurück nach Lissabon fliegt. Diese Maßnahme ist zunächst bis 29. November vorgesehen.

Auch die brasilianische Fluggesellschaft Gol führt den Crew-Wechsel nicht mehr in Caracas durch. Die Teams werden nun in Manaus im im Nordwesten Brasiliens abgelöst, bevor der Flug weiter in die venezolanische Hauptstadt geht.

Caracas gilt generell als unsicher

Auch vor dem Konflikt mit den USA war der Night Stop in Venezuela nicht wie andere Übernachtungen. Denn Caracas gilt seit langem als Stadt mit hoher Kriminalität und viele internationale Airlines hatten ihre Flüge nach Venezuela deshalb in der Vergangenheit gestrichen. Crews, die dennoch in der Hauptstadt landen, dürfen teils nicht einmal das Hotel verlassen.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker tap air portugal

Tap nimmt Flüge nach Caracas wieder auf

ticker-latam

Latam fliegt mit Airbus A320 Neo von Santiago nach Caracas

Ankunft mit dem Airbus A400 M in Venezuela: Hilfskräfte des THW mit Spürhunden gehen von Bord.

Airbus A350 und A400 M bringen Hilfe nach Venezuela

ticker-venezuela

Venezuelas Flughäfen nach Erdbeben wieder geöffnet – Caracas bleibt gesperrt

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack