Flughafenmanagement und Flugzeugwrack: Die Boeing 747 wird nun langsam geborgen.

Unfall in HongkongSo knifflig ist die Bergung der Boeing 747 F von Air ACT aus dem Perlflussdelta

Nach dem Unfall einer Boeing 747 in Hongkong läuft die Bergung auf Hochtouren. Taucher und Spezialschiffe arbeiten daran, den in zwei Teile gebrochenen Frachter aus dem Wasser zu heben.

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Die Boeing 747 F, die am Montag am Flughafen Hongkong von der Piste abkam und dabei zwei Flughafenmitarbeiter tötete, bleibt ein schwieriger Fall. Spezialteams arbeiten seit Donnerstag (23. Oktober) daran, das Wrack zu bergen. Es liegt im Perflussdelta, das Heck ist vom Aufprall abgetrennt worden.

Wie die Zeitung South China Morning Post berichtet, sind zwei Bergungsschiffe mit rund 80 Spezialkräften aus Guangzhou eingetroffen, um die Arbeiten zu übernehmen. Zunächst sollen Taucher prüfen, ob die beiden Rumpfhälften der Boeing 747 F unter Wasser noch miteinander verbunden sind. Fotos und Videos aus der Tiefe sollen helfen, die Anschlagpunkte für die Hebeschlingen festzulegen. Werden sie zu nah an einer Bruchstelle angebracht, könnten sie weiteren Schaden anrichten. Auch der Zustand der Treibstofftanks muss untersucht werden, um Umweltrisiken auszuschließen.

Mindestens zwei Tage, bis die Boeing 747 angehoben werden kann

Erst danach kann die eigentliche Bergung der Boeing 747 F mit dem Kennzeichen TC-ACF beginnen. Laut Experten könnte es mindestens zwei Tage dauern, bis der Frachter von Air ACT gesichert und angehoben werden kann – abhängig von Wind und Gezeiten. Der Einsatz ist heikel: Die Flügel enthalten Treibstoffleitungen, der Rumpf ist beschädigt, und starke Winde könnten die Arbeiten gefährlich machen.

Taucher werden das Wrack untersuchen.

Die Ermittlungen zu dem Unfall laufen unterdessen weiter. Bei der Landung am frühen Montagmorgen war Frachtflug EK9788 von Emirates Skycargo, durchgeführt von Air ACT, plötzlich von der Nordpiste 07L abgekommen. Die Boeing 747-400 BDSF durchbrach die Böschung und rutschte in das flache Wasser des Perlflussdeltas, wo sie ein Sicherheitsfahrzeug rammte. Zwei Flughafenmitarbeiter kamen ums Leben.

Boeing 747 wurde ursprünglich für All Nippon Airways gebaut

Die vierköpfige Crew aus der Türkei blieb unverletzt und wurde bereits von der Polizei befragt. Bei der Untersuchung werden unter anderem die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders ausgewertet, ebenso Wetterdaten, Wartungsprotokolle und die Kommunikation mit dem Kontrollturm.

Standort des Wracks.

Der zerstörte Jumbo-Jet-Frachter war 32 Jahre alt. Er war ursprünglich für All Nippon Airways gebaut und später zum Frachter umgerüstet worden. Air ACT betreibt zwei Flugzeuge dieses Typs im Auftrag von Emirates Skycargo. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich keine Fracht an Bord.

Nordpiste in Hongkong bleibt geschlossen

Die Nordpiste des Flughafens bleibt wegen der Bergungsarbeiten weiterhin geschlossen. Erst wenn die Wrackteile geborgen und gesichert sind, können die Ermittler die genaue Ursache für das Unglück untersuchen und klären, wie ein Routineanflug eines leeren Frachtflugzeugs in Hongkong so enden konnte.

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