«Sehr schwierige Situation»

Für Chesley «Sully» Sullenberger ist klar: Die Piloten von AF447 hatten ein schier unlösbares Problem zu bewältigen.

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Der 32-jährige Kopilot begann zuerst zu sinken. Eine Standardprozedur bei einer Stall-Warnung. Doch als die zwei Warnung erklang, entschied er sich das Gegenteil zu tun, und die Nase des Airbus A330-200 zu heben und aufzusteigen, um mehr Auftrieb zu erhalten. Das hatte fatale Folgen, wie wir nun wissen. Innert dreieinhalb Minuten fiel der Air-France-Flieger einem Stein gleich in den Atlantik. 228 Menschen starben.

Der junge Pilot habe sich in der Situation auf sehr grundlegende Fähigkeiten verlassen müssen, erklärte Ende Mai Chesley «Sully» Sullenberger dem Fernsehsender CBS. Der Held vom Hudson erklärte, dass er selbst sich in einer ungleich einfacheren Situation befunden habe. Als er seine Maschine der US Airways auf dem New Yorker Fluss aufsetze, war Tag. Er konnte den Horizont sehen. «Ich wusste wo oben und unten war», sagte er dem Sender. Zudem hätten seine Instrumente noch funktioniert.

Der Air-France-Pilot dagegen sei in der Nacht unterwegs gewesen, in einem Sturm. «Es gab starke Turbulenzen, plötzlich verloren sie alle Angaben zur Geschwindigkeit. Das ist einer der kritischsten Parameter überhaupt in der Fliegerei. Sie mussten das Flugzeug alleine mit dem Neigungswinkel steuern und mit dem Schub», so Sullenberger weiter. Das sei extrem schwierig.

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